„Keinen Bock auf Klimaschutz“

Dich interessiert nicht, durch was und wie viel CO2 ausgestoßen wird? Oder bist Du einer von denen, die genau darauf achten? Mach den Test, finde heraus, wie viel dunkle Seite in Dir steckt und zeig‘ uns Deine eigenen dunkelsten Seiten.

Alles Plastik, oder was?

Wir achten immer mehr darauf, was wir essen. Aber achten wir auch darauf, womit wir unser Essen zubereiten? Schneidebretter, Kochlöffel und was uns sonst in der Küche begegnet, ist nämlich in den meisten Haushalten aus Kunststoff oder anderen schädlichen Materialien. Wenn wir schon gutes Essen auf den Tisch bringen, dann sollte auch die Zubereitung gut sein. Am besten man setzt bei seinen Utensilien auf Holz. Auf nachhaltiges Holz aus der Region. Das ist nämlich besonders stabil und langlebig. 

Oder auf Olivenholz und Bambus. Olivenholz, weil es besonders robust ist und sich nur sehr langsam abnutzt. Plus: die Bäume werden erst zum Abholzen freigegeben, wenn sie keine Oliven mehr tragen. Bambus hingegen ist ein schnell nachwachsendes, ökologisches Material und kann komplett wiederverwertet werden. Selbst bei so etwas „Normalen“ wie Kochlöffeln können auf dem gesamten Lebensweg Umweltbelastungen ausgehen. Deswegen ist es wichtig, auf die richtigen Produkte zu achten. Wir klopfen auf Holz, dass das klappt.

Nicht besonders helle

Licht macht es uns so einfach. Einmal den Schalter umgelegt und schon wird es hell. Aber Licht kostet Energie. Die wird zum großen Teil aus fossilen, kohlenstoffhaltigen Trägern gewonnen. Die Bereitstellung und die Umwandlung in Nutzenergie verursacht Emissionen. Der Energiesektor ist mit circa 84,5 Prozent im Jahr die größte Quelle von Treibhausgasemissionen.

Also, Licht aus oder? Im Sommer freuen wir uns über die vielen hellen Stunden und sonst sitzen wir im Dunkeln. Natürlich nicht. Aber vielleicht kann man einfach das Licht ausmachen, wenn man einen Raum verlässt. Denn – man mag es kaum glauben – Licht lässt sich genau so leicht aus-, wie anmachen. Alleine dadurch könnten wir schon ein Vielfaches an Energie sparen. Energiesparbirnen sind ein weiteres Vehikel. Denn eine 60-Watt-Birne, die neun Stunden brennt, verbraucht 286,2 Gramm CO2, eine Energiesparbirne in der gleichen Zeit nur 53 Gramm. Gute Idee. Da geht uns doch ein Licht auf. Oder besser gesagt aus.

Kochendes Klima

Pasta, Kartoffeln, Eier, Tee … für die unterschiedlichsten Lebensmittel brauchen wir kochendes Wasser. Und damit das Wasser schön brodelt muss unglaublich viel Energie aufgebracht werden. Das Schlimmste, was man machen kann, ist das Wasser im Topf ohne Deckel zu erhitzen. Mit Deckel verbraucht man zwei Drittel weniger Energie und spart bis zu 120 Kilogramm CO2 pro Jahr. Man sollte auch maßvoll mit dem Wasser umgehen. Es dauert nicht nur länger, größere Wassermengen zu erhitzen, es kostet natürlich auch weitaus mehr Energie. Logisch, oder?

Egal, wofür man heißes Wasser braucht: Es lohnt sich, das Wasser im Wasserkocher zu erhitzen und kochend in den Topf zu schütten. Elektroherde brauchen für das Erhitzen 50 Prozent mehr Strom als ein Wasserkocher. Also die richtige Menge kaltes Wasser im (am besten stromsparenden) Wasserkocher erhitzen und man ist in Sachen „heißes Wasser“ auf der Seite unseres Klimas.

Müll hat viele Leben

Klar ist Mülltrennung aufwendig. Was kommt jetzt nochmal in welche Tonne, was darf da nicht rein und wofür muss ich extra zum Container laufen? Aber wer Mülltrennung richtig durchzieht, kann sich selber auf die Schulter klopfen, denn er tut dem Klima etwas Gutes.

Durch das Sammeln, Sortieren und Aufbereiten von Abfällen können wir auf den „guten Müll“, wie Metalle, Glas, Kunststoffe, Papier und Holz gezielt zugreifen. So wird die Produktion von zum Beispiel Metallen vermieden, die aus Erzen gewonnen werden oder von Kunststoffen, die aus Erdöl hergestellt werden. Energie sparen wir auch noch. Denn um überhaupt an die Rohstoffe zu gelangen, sie zu transportieren und aufzubereiten, müssen wir viel Kraft investieren und schicken tonnenweise CO2 in die Atmosphäre. Also weg mit dem Müll, aber richtig.

Müll umhüllt von Müll

Jeder Deutsche produziert pro Jahr rund 213 Kilogramm Müll. Etwa zwei Drittel davon sind Verpackungsmüll. Einfach alles muss heutzutage verpackt sein. Das meiste Obst liegt in einer Plastik- oder Pappschale und ist dann nochmal von einer Plastikfolie umhüllt. Pakete aus dem Internet sind riesengroß, der Inhalt aber winzig. Chipsverpackungen versprechen viel, sind aber meistens voll leerer Luft. Die Liste könnte ewig so weitergehen. Dieser Verpackungswahn ist schlecht für das Klima und für unseren Geldbeutel, denn viel für wenig zu zahlen rechnet sich einfach nicht. Teilweise sind Verpackungen nicht zwingend erforderlich, es sieht einfach in der Auslage besser aus. Sowohl die Produktion der Verpackungen als auch der Transport und die Entsorgung belasten die Umwelt.

Das nächste Problem: Uns ist die Handhabung oft wichtiger als der Ressourcenschutz. Ein Milchbeutel würde zum Beispiel im Gegensatz zu einem Tetrapack den Müll um ein Mehrfaches reduzieren. Trotzdem findet die Mehrheit die Kartons praktischer. Die Macht ist mit uns. Wir allein entscheiden, was wir kaufen und können den Herstellern so eine Nachricht schicken.  

Zahlen für Einsamkeit

Hier kommt ein Rechenbeispiel, das selbst Mathehasser lieben werden: Ein Auto mit zwei Personen benötigt für die gleiche Strecke nur halb so viel Sprit, wie zwei Autos mit je einer Person. Im Vergleich zum 1.000 Kilogramm schweren Auto fallen Personen einfach nicht ins Gewicht (es sei denn, man ist mit einer Horde Sumo Ringer unterwegs). Mit Mitfahrgelegenheiten sparen wir also richtig viel – und verringern die schädlichen Emissionen deutlich.

Über 60 Prozent der täglichen Wege von und zur Arbeitsstelle werden mit dem Pkw zurückgelegt. Aber das Verhältnis von Mitfahrern zu Fahrer liegt nur bei etwa 1:13. Damit machen wir uns selbst das Leben schwer und müssen uns mit hohen Betriebskosten, Staus im Berufsverkehr, Zeitverlust, Parkplatzsuche am Zielort und nicht zuletzt, mehr als dicker Luft zufrieden geben.

Abwärtsfahrt

Die Verlockung ist groß. Entweder die anstrengenden Treppen nehmen oder aber den Aufzug rufen und ganz bequem in der Kabine zum Ziel fahren. Vielleicht läuft sogar fröhliche Fahrstuhlmusik. Aber es ist nicht einfach nur eine sportliche Entscheidung. Natürlich tun die Treppen dem Körper gut und halten fit, aber Treppensteigen ist ganz nebenbei auch noch gut für das Klima. Denn mit jeder Treppe sparen wir Strom.

Beim Stromverbrauch von Aufzügen gibt es mehrere Faktoren, die ins Gewicht fallen. Zum einen die Anzahl der Stockwerke, die überwunden werden, zum anderen das Gewicht der zu befördernden Personen und der Gerätetyp. So verbraucht ein Aufzug auf einer Strecke von fünf Stockwerken mit einem Erwachsenen und einem Kind an Bord zwischen 0,02 und 0,2 Kilowattstunden Strom. Ähnlich viel verbraucht ein Toaster, wenn er zehn Minuten in Betrieb ist. Es lohnt sich also auf den Aufzug zu verzichten und nach dem Treppensteigen schmeckt der Toast doppelt so gut.

Ziemlich ätzend

Batterien sind schlecht – und trotzdem kommen wir nicht drum herum. Ganz im Gegenteil, viele Geräte können gar nicht ohne Batterien genutzt werden. Aber wenn schon Batterie, dann sollte es ein Akku sein. Nicht wiederaufladbare Batterien benötigen zur Herstellung 40 bis 500-mal mehr Energie, als sie bei der Nutzung zur Verfügung stellen und sie sind auch noch 300-mal teurer als Energie aus der Steckdose.

Und wenn sie tot sind? Dann gibt es überall, wo man Batterien kaufen kann, spezielle Sammelboxen. Nur so werden Batterien sachgerecht entsorgt bzw. recycelt. Das ist sogar gesetzlich vorgeschrieben. Der eigenen Faulheit nachzugeben und Batterien in den Hausmüll zu werfen, ist mehr als dumm. Die Schadstoffe in Batterien können das Nerven- und Immunsystem beeinträchtigen, die Nieren schädigen, krebserregend sein und sich in Knochen ablagern, um nur ein paar Gefahren zu nennen. Also lieber schlau sein und die Batterien beim nächsten Einkauf einfach mitnehmen.

Auf der Ölspur

Nicht nur die Nuss-Nougat-Creme wird durch Palmöl geschmeidig gemacht. Margarine, Eis, Kekse, Pizza, Schokolade, Kerzen, Reinigungsmittel, Kosmetik, … der billige Rohstoff ist in etwa der Hälfte aller Supermarktprodukte enthalten. Ein öliger Teufelskreis: Günstige Produkte, größere Nachfrage, mehr Regenwaldrodung. Denn die so begehrten Ölpalmen brauchen das feuchte und warme Regenwaldklima.

Apropos Klima: Um Ölpalmen anzubauen, werden Wälder brandgerodet. Während der Brände werden in wenigen Wochen so viele Treibhausgase ausgesetzt wie Deutschland in einem ganzen Jahr nicht produziert. In Kombination mit Düngemitteln, Pestiziden, Ernte, Transport und weiteren Arbeitsschritten ist die Beschaffung von Palmöl vergleichbar mit einem nie enden wollenden Horrorfilm. Einfach grausam.

Topf sucht Deckel

Nervt das nicht eigentlich jeden? Nach dem Wasser aufsetzen eine gefühlte Ewigkeit darauf zu warten, dass das Wasser im Topf endlich kocht? Tja, wenn man Wasser ohne Deckel auf dem Topf aufkocht, dauert das erst mal fast doppelt so lange. Je länger es dauert, das Wasser zu erhitzen, desto mehr Strom verbraucht man während des Vorgangs. So verbraucht man mit Deckel bis zu 65 Prozent weniger Strom oder Gas. Eine ganze Menge zum Preis von einer kleinen Handbewegung.

Die Haushalte, die häufig ohne Deckel oder Wasserkocher ihr Wasser erhitzen, verbrauchen jährlich um die 315 Kilowattstunden Strom und stoßen 45 Kilogramm CO2 aus. Das muss nicht sein. So gar nicht. Zudem sollte jeder darauf achten, dass die Topfgröße zur Herdplatte passt – sonst geht Wärme verloren. Neben passenden Deckeln sorgen ebene Topf- oder Pfannenböden mit flächigem Kontakt zur Kochplatte dafür, dass die Energie bestmöglich genutzt werden kann. Also Deckel zu und das Klima kocht ein bisschen weniger.

Meine Kochlöffel sind nicht aus Plastik oder billigem Holz, ich möchte etwas Nachhaltiges, das auch lange hält.
Wenn ich einen Raum verlasse, schalte ich auch das Licht aus. Für mich ist das vollkommen normal.
Jedes Mal zu viel Wasser aufkochen, dauert länger und verbraucht unnötig Energie. Da muss ich nur vorher meinen Bedarf checken.
Wenn viele mitmachen, kann Mülltrennung auch funktionieren. Ich leiste meinen Beitrag jedenfalls.
Verpackung kann an vielen Stellen vermieden werden. Wenn ich einkaufe, zählt weniger ist mehr.
Keine Mitfahrgelegenheit zu nutzen, ist ziemlich dumm. Weniger Autos heißt weniger CO2, Stau und Verbrauch.
Treppen machen mich fit und helfen meiner Figur. Den Aufzug können die Faulen nehmen.
Jeder Supermarkt hat Stationen für tote Batterien. Die nutze ich auch für meine, denn da werden sie recycelt.
Ich verzichte bewusst auf Produkte mit Palmöl. Der Geschmack rechtfertigt nicht den Verlust der Regenwälder.
Mein Motto beim Kochen: Wasser rein, Deckel zu. Dann kocht es schneller und es wird weniger Energie verbraucht.
Mal ist der Deckel beim Kochen drauf, mal nicht. Ich kümmere mich nicht darum.
Ich genieße jeden cremigen Palmöl-Löffel Nuss-Nougat-Creme. Einfach lecker.
Für Batterien extra zum Supermarkt? Dafür habe ich meinen Hausmüll.
Seien wir mal ehrlich: Keiner hat Lust, Treppen zu steigen. Wenn ein Aufzug da ist, steige ich ein.
Ich will flexibel sein und kann gut und gerne auf andere Menschen und Small Talk auf dem Weg zur Arbeit verzichten.
Ob ich darauf achte, wie die Sachen, die ich einkaufe, verpackt sind? Nein.
Mülltrennung ist ein Mythos, am Ende landet eh alles auf einem Haufen. Da spar' ich mir den Aufwand.
Wo komme ich denn hin, wenn ich nur so viel Wasser aufkoche, wie ich brauche? Da mache ich nicht mit.
Manchmal brennt halt in mehreren Räumen Licht, ständiges An- und Ausschalten nervt nur.
Keine Ahnung, ob meine Kochlöffel aus nachhaltigem Holz sind, interessiert mich aber auch nicht.

Jeder hat eine dunkle Seite – was ist Deine?

Teile Deine dunkle Seite mit uns. Denn seien wir mal ehrlich: niemand ist perfekt. Wir alle haben uns schon mal bei kleinen oder größeren Klimasünden erwischt – uns kannst du sie alle beichten. Wir haben das helle Gegenstück zu Deiner dunklen Seite. So einfach kannst auch Du etwas für den Schutz des Klimas tun.

Tut es nicht gut, die dunkle Seite einmal loszuwerden? Fühlt sich gleich alles etwas leichter an. Wir fügen jetzt noch die helle Seite hinzu und benachrichtigen Dich per E-Mail, wenn die Aussagen Teil vom Test sind (vorausgesetzt, Du hast Deine E-Mail-Adresse angegeben).

Initiative für die helle Seite

Wir sind eine landesweite Initiative, die dem Klimawandel ganz klar den Kampf ansagt. Wir möchten das Thema Klimaschutz, als eine der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit, gemeinsam mit Dir anpacken. Wir zeigen, was NRW auf diesem Gebiet bereits leistet, wie jeder einzelne mitmachen kann und wo Potenziale liegen. Schritt für Schritt für ein besseres Klima.